Glossar
KI-Glossar: die Begriffe hinter der Corporate KI Wissensbasis
Von LLM bis Prüfebene, von Wissensdokument bis AI Act: 35 Fachbegriffe, jeweils neutral erklärt und dann aus unserer Sicht eingeordnet: Was bedeutet der Begriff für Ihre Wissensbasis, und was ist beim Datenschutz zu beachten.
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KI-Technik
Wie Sprachmodelle, Abruf und Agenten funktionieren und warum die Datenbasis darüber entscheidet, was dabei herauskommt.
- Agentischer Workflow Auch: Agentic Workflow, KI-gestützter Ablauf Ein agentischer Workflow ist ein Geschäftsprozess, in dem ein oder mehrere KI-Agenten einzelne Schritte übernehmen, während Menschen an festgelegten Stellen prüfen und freigeben. Der Ablau … Zum Begriff →
- Corporate LLM Auch: Unternehmens-LLM, Firmen-KI, Enterprise LLM Ein Corporate LLM ist ein Sprachmodell, das ausschließlich auf dem geprüften Wissen eines Unternehmens arbeitet: mit Berechtigungen, Quellenangabe und unter der Kontrolle des Unternehmens. … Zum Begriff →
- Embedding und Vektordatenbank Auch: Vektoren, Vector Store, semantische Suche Ein Embedding ist die Darstellung eines Textes als Zahlenreihe, die seine Bedeutung abbildet. Eine Vektordatenbank speichert diese Zahlenreihen und findet zu einer Frage die inhaltlich ähn … Zum Begriff →
- Fine-Tuning Auch: Feinabstimmung, Nachtraining Fine-Tuning ist das Nachtrainieren eines bestehenden Sprachmodells mit eigenen Daten, damit es Stil, Fachsprache oder Aufgabenformate besser trifft. Es verändert das Modell selbst, im Gege … Zum Begriff →
- Halluzination Auch: Konfabulation, erfundene Antworten Als Halluzination bezeichnet man eine Antwort eines Sprachmodells, die sprachlich überzeugend, aber inhaltlich falsch oder erfunden ist. Das Modell gibt Wahrscheinlichkeiten für Wörter aus … Zum Begriff →
- KI-Agent Auch: AI Agent, autonomer Agent, agentische KI Ein KI-Agent ist ein KI-System, das nicht nur antwortet, sondern selbstständig Aufgaben ausführt: Es plant Schritte, nutzt Werkzeuge und Systeme, prüft Zwischenergebnisse und entscheidet, … Zum Begriff →
- Large Language Model (LLM) Auch: LLM, Sprachmodell, großes Sprachmodell Ein Large Language Model ist ein KI-Modell, das auf sehr großen Textmengen trainiert wurde und Sprache versteht, zusammenfasst, übersetzt und erzeugt. Bekannte Beispiele sind GPT, Claude, … Zum Begriff →
- Modellunabhängigkeit Auch: Model-agnostisch, KI-Souveränität, Vendor Lock-in Modellunabhängigkeit bedeutet, dass die KI-Lösung eines Unternehmens nicht an ein bestimmtes Sprachmodell oder einen Anbieter gebunden ist. Wissensbasis, Berechtigungen und Prozesse bleibe … Zum Begriff →
- On-Premise-KI Auch: lokale KI, eigenes Hosting, private Cloud On-Premise-KI bezeichnet den Betrieb von KI-Modellen auf eigener Infrastruktur oder in einer privaten Cloud, sodass keine Daten an externe Anbieter übertragen werden. Offene Modelle machen … Zum Begriff →
- Prompt Auch: Eingabeaufforderung, Prompting, Prompt Engineering Ein Prompt ist die Eingabe an ein Sprachmodell: die Frage, die Aufgabe und der Kontext, den das Modell für die Antwort erhält. Prompt Engineering bezeichnet die Kunst, diese Eingaben so zu … Zum Begriff →
- Retrieval Augmented Generation (RAG) Auch: RAG, abrufgestützte Generierung RAG ist das Verfahren, mit dem ein Sprachmodell vor der Antwort passende Textstellen aus einer Wissensquelle abruft und nur daraus antwortet. Das Modell wird dabei nicht verändert, es beko … Zum Begriff →
- Token und Kontextfenster Auch: Context Window, Tokenlimit Ein Token ist die kleinste Texteinheit, mit der ein Sprachmodell rechnet, etwa ein Wort oder eine Silbe. Das Kontextfenster ist die Menge an Tokens, die das Modell bei einer Anfrage gleich … Zum Begriff →
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Wissensmanagement
Die Bausteine einer Corporate KI Wissensbasis: vom Kopfwissen über das Wissensdokument bis zur Freigabe.
- Corporate KI Wissensbasis Auch: Unternehmenswissensbasis, Knowledge Base, Wissensbasis Die Corporate KI Wissensbasis ist die geordnete, geprüfte und maschinenlesbare Sammlung des Wissens eines Unternehmens: Struktur-, Prozess- und Handlungswissen als Wissensdokumente, System … Zum Begriff →
- Digitale Arbeitsanleitung Auch: geführte Anleitung, Work Instruction, instructor Eine digitale Arbeitsanleitung führt Mitarbeitende Schritt für Schritt durch eine Tätigkeit, mit Bildern, Videos und Prüfpunkten, auf Tablet oder Smartphone direkt am Arbeitsplatz. Sie wir … Zum Begriff →
- Digitaler Produktpass Auch: DPP, Digital Product Passport Der Digitale Produktpass ist ein von der EU eingeführter Datensatz, der Herkunft, Materialien, Reparierbarkeit und Umweltdaten eines Produkts über seinen Lebenszyklus nachvollziehbar macht … Zum Begriff →
- Freigabe und Prüfdatum Auch: Wissens-Governance, Review-Zyklus, Gültigkeit Freigabe bedeutet, dass ein Fachverantwortlicher ein Wissensdokument geprüft und als gültig erklärt hat. Das Prüfdatum legt fest, wann es erneut geprüft werden muss. Beides zusammen macht … Zum Begriff →
- Implizites Wissen Auch: Kopfwissen, Erfahrungswissen, Tacit Knowledge Implizites Wissen ist das Wissen, das Menschen durch Erfahrung erworben haben und das nirgends aufgeschrieben ist: Handgriffe, Ausnahmen, Ansprechpartner, Gründe für Entscheidungen. Es ver … Zum Begriff →
- Know-How-Safe Auch: Wissensdepot, Know-how-Sicherung Ein Know-How-Safe ist die gesicherte, vollständige Dokumentation des Wissens eines Unternehmens oder Bereichs, die unabhängig von einzelnen Personen besteht. Er wird angelegt, wenn Wissen … Zum Begriff →
- Kopfmonopol Auch: Wissensmonopol, Schlüsselperson, Single Point of Failure Ein Kopfmonopol liegt vor, wenn ein bestimmtes Wissen oder eine Fähigkeit im Unternehmen nur bei einer einzigen Person vorhanden ist. Fällt diese Person aus, steht der Ablauf. Zum Begriff →
- Prozessdokumentation Auch: Ablaufdokumentation, Verfahrensanweisung, SOP Prozessdokumentation ist die strukturierte Beschreibung eines Ablaufs: Auslöser, Schritte, Zuständigkeiten, Entscheidungen, Ergebnisse und Abhängigkeiten. Sie ist die Grundlage für Einarbe … Zum Begriff →
- Systemwissen Auch: Strukturdaten, Stammdaten, Live-Daten aus Fachsystemen Systemwissen ist das Wissen, das in den Fachsystemen eines Unternehmens liegt: Stammdaten, Bestände, Aufträge, Stücklisten, Zuständigkeiten im ERP, CRM oder HR-System. Es ändert sich laufe … Zum Begriff →
- Vokabular und Standards Auch: Unternehmensglossar, Taxonomie, Datenstandards Vokabular und Standards legen fest, wie Dinge im Unternehmen heißen, wie Dokumente aufgebaut sind, welche Kennungen gelten und wie Versionen bezeichnet werden. Sie sind die Grammatik der W … Zum Begriff →
- Wissensdokument Auch: Knowledge Document, strukturiertes Dokument Ein Wissensdokument ist eine Einheit der Wissensbasis, die genau ein Thema beschreibt: mit eindeutiger Kennung, Zuständigkeit, Gültigkeit, Prüfdatum und festem Aufbau, sodass Menschen es l … Zum Begriff →
- Wissensextraktion Auch: Knowledge Extraction, Wissenserfassung, Wissenserhebung Wissensextraktion ist das systematische Herausholen von Wissen aus Dokumenten, Fachsystemen und Köpfen und seine Überführung in eine strukturierte Form. Sie umfasst Interviews, Begehungen, … Zum Begriff →
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Recht und Datenschutz
Was DSGVO, AI Act und Geheimnisschutz für KI im Unternehmen bedeuten, und wie man beides zusammen baut.
- AI Act (KI-Verordnung) Auch: KI-VO, EU AI Act, Verordnung (EU) 2024/1689 Der AI Act ist die europäische Verordnung über künstliche Intelligenz. Er ist seit August 2024 in Kraft und stuft KI-Systeme nach Risiko ein: verbotene Praktiken, Hochrisiko-Systeme mit um … Zum Begriff →
- Auftragsverarbeitung (AVV) Auch: AV-Vertrag, Auftragsverarbeitungsvertrag, Data Processing Agreement Auftragsverarbeitung liegt vor, wenn ein Dienstleister personenbezogene Daten weisungsgebunden für ein Unternehmen verarbeitet, etwa ein Cloud- oder KI-Anbieter. Nach Artikel 28 DSGVO ist … Zum Begriff →
- Betriebsvereinbarung KI Auch: KI-Betriebsvereinbarung, Rahmenbetriebsvereinbarung IT Eine Betriebsvereinbarung KI regelt zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat, wie KI-Systeme im Betrieb eingeführt und genutzt werden: Zwecke, Daten, Auswertungen, Schulung, Prüfebenen und der … Zum Begriff →
- DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) Auch: GDPR, Datenschutzgrundverordnung, Verordnung (EU) 2016/679 Die Datenschutz-Grundverordnung regelt seit Mai 2018 einheitlich in der EU, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden dürfen: mit Rechtsgrundlage, Zweckbindung, Transparenz, Datenspars … Zum Begriff →
- Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) Auch: DSFA, DPIA, Data Protection Impact Assessment Die Datenschutz-Folgenabschätzung nach Artikel 35 DSGVO ist eine vorab durchgeführte Risikobewertung für Verarbeitungen, die voraussichtlich ein hohes Risiko für Betroffene bergen. Für den … Zum Begriff →
- Externer Datenschutzbeauftragter Auch: DSB, externer DSB, Data Protection Officer Ein externer Datenschutzbeauftragter ist ein beauftragter Dienstleister, der die gesetzliche Rolle des Datenschutzbeauftragten übernimmt: Beratung, Überwachung, Schulung, Ansprechpartner f … Zum Begriff →
- Geschäftsgeheimnis (GeschGehG) Auch: Betriebsgeheimnis, Geheimnisschutz, Geschäftsgeheimnisgesetz Ein Geschäftsgeheimnis ist nach dem Geschäftsgeheimnisgesetz eine Information, die nicht allgemein bekannt ist, deshalb wirtschaftlichen Wert hat und durch angemessene Geheimhaltungsmaßnah … Zum Begriff →
- Hochrisiko-KI-System Auch: High-Risk AI, Anhang III AI Act Ein Hochrisiko-KI-System ist nach dem AI Act ein KI-System in einem Bereich mit erheblichen Auswirkungen auf Sicherheit oder Grundrechte, etwa Beschäftigung, Bildung, kritische Infrastrukt … Zum Begriff →
- Konzernprivileg Auch: Datenaustausch in Firmengruppen, Konzerndatenschutz, Matrixorganisation Ein echtes Konzernprivileg gibt es in der DSGVO nicht: Jede Gesellschaft einer Firmengruppe ist eine eigene Verantwortliche, und jede Datenübermittlung zwischen Gesellschaften braucht eine … Zum Begriff →
- Prüfebenen (Human in the Loop) Auch: Human in the Loop, menschliche Aufsicht, Vier-Augen-Prinzip für KI Prüfebenen sind festgelegte Stellen in einem KI-gestützten Ablauf, an denen ein Mensch das Ergebnis prüft, freigibt oder verwirft, bevor es wirksam wird. Sie setzen die menschliche Aufsich … Zum Begriff →
- Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) Auch: TOM, Sicherheitsmaßnahmen nach Artikel 32 DSGVO Technische und organisatorische Maßnahmen sind die Vorkehrungen, mit denen ein Unternehmen die Sicherheit personenbezogener Daten gewährleistet: Zugriffskontrolle, Verschlüsselung, Protoko … Zum Begriff →
Vom Begriff zur Praxis
Begriffe erklären wir gern. Lieber bauen wir.
Ob Sie Wissen vor der Rente sichern, Bürokratie automatisieren oder KI-Agenten einführen wollen: Jeder Weg beginnt mit derselben Grundlage, der Corporate KI Wissensbasis. Wir bauen sie mit Ihnen, DSGVO- und AI-Act-konform, aus einer Hand.